Montag, 9. September 2013

Kurzzusammenfassung: Wand-Drama

Wir erinnern uns (ungern) zurück: Im Juni entfernten wir die Tapeten und fanden darunter die Erzfeindin aller Renovierenden: LATEXFARBE. In gelb. Pfui Teufel.
Nach einigen Wochen verzweifelter Versuche, die Farbe entfernen zu lassen, mussten wir leider in den sauren Apfel beißen und selbst Hand anlegen:


Die Wandflächen waren groß, die Lauge, die wir zum Abbeizen verwendeten, trotz anderslautender Beschriftung ekelhaft und stinkend - aber letzten Endes war es geschafft!


Auf diesem Bild sieht man auch schon einen Teil der Wanddurchbrüche, die wir machen ließen. Was blieb, war Verputzarbeit:


Und mehr Verputzarbeit. Und, nicht zu vergessen: Die Elektrik!

Doch nach der Abbeizfreude kam der nächste Zeitfresser: Die Wände unter den Tapeten wollten einfach nicht schön, perfekt und glatt sein, sondern waren zum großen Teil schartig, mitgenommen - und sogar schimmelig. (Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an die ehemaligen BewohnerInnen der Wohnung, die den Leitfaden zum richtigen Heizen und Lüften wohl leider nicht vorliegen hatten.)
Also blieb nur eins: Schleifen, spachteln, schleifen, spachteln...

Dieses Wochenende konnten wir dank kompetenter und tatkräftiger Unterstützung (<3) ans Streichen gehen!


(Achja, verputzt hatten wir in den Wochen davor schon.)


Der Umzugstermin rückt näher, und schon hat sich der Parkettverleger angekündigt...

Sonntag, 16. Juni 2013

Gelb!

Heute machen wir mit Renovieren und Bloggen gleich weiter. Vielleicht ist es ja gewohnheitsbildend ;-)

Dran waren heute die Tapeten auf den Wänden, die demnächst rausgenommen werden. Die Tapeten müssen dort runter, weil sie nicht unter die strenge Definition von Bauschutt fallen und daher nicht in den gleichen Bauschuttcontainer dürfen, in den die Wände kommen. (Das ist bisschen blöd.)

Also haben wir mal wieder Wände eingeweicht und Spachtel geschwungen. Im Wohnzimmer gab es dann eine dieser Renovierüberraschungen: Hinter der Tapete ist die Wand gelb. Sehr gelb.



Leider ist die Farbe direkt auf die Wand aufgetragen und hat dabei eine sichtbare Struktur hinterlassen. Da wir überlegt haben, anschließend nicht mehr zu tapezieren, sondern die Wand zu streichen, könnte uns das noch Probleme machen. Schwer zu sagen, was das für eine Farbe ist und wie man sie runterkriegt, oder womit man sie überstreichen kann. Es sieht so aus, als ob wir einen Maler konsultieren müssen.


Samstag, 15. Juni 2013

Renovierphase 3 - Ein neuer Anfang

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

wir hoffen, dass ihr hier vielleicht hin und wieder immer noch reinguckt, obwohl wir so schrecklich lange nichts mehr gepostet haben. Wir haben zwischendurch ein paar Anfragen bekommen, wie es inzwischen aussieht und uns total über das Interesse gefreut, aber leider waren Zeit und Motivation zum Bloggen sehr gering...

Nochmal zur Erinnerung: Wir sind zwei Paare und haben ein Haus gekauft mit zwei privaten Wohnungen, die renoviert werden mussten/müssen und einer noch nicht vorhandenen (Miet-) Wohnung, die aus dem Nichts geschaffen werden musste. Die Erdgeschosswohnung ist seit Ende August 2012 fertig renoviert (wenn man von unwichtigen Dingen wie Fußleisten, unfertigen Türen und so absieht) und von Thorsten und mir bewohnt. Danach haben wir dann angefangen, die Abstellräume und die in den 70ern zuletzt eingerichteten Zimmer im Keller in eine Wohnung zu verwandeln. Die Wohnung im Obergeschoss war von Mietern besetzt, die erst noch selbst mit dem Hausbau fertig werden mussten.

Inzwischen ist die Kellerwohnung fertig - auch hier abzüglich kleinerer Dinge wie Fußleisten, Arbeitsplattenabschlussleiste und Ausbesserungen z.B. beim Laminat. Wir haben letztendlich alle Wände mit Rollputz gestrichen, statt zu tapezieren und haben schönes, dunkelbraunes Laminat verlegt. Wie immer alles mit großartiger Hilfe von Freund_innen und Famile. Mitte Februar sind Christine und Etienne dort eingezogen, um wenigstens schon mal mit im Haus zu sein bis ihre eigene Wohnung frei wurde.

Vor etwa einem Monat sind die Mieter ausgezogen und wir haben das Haus nun ganz für uns. Es gab schon eine Grillparty in der leeren Wohnung :-) Erstmal wurden dann Pläne für Wanddurchbrüche gemacht und heute haben wir die ersten Schritte der letzten Renovierphase getan: Thorsten und Etienne haben angefangen, die Böden, die drin bleiben sollen, abzukleben (eine der lästigsten Arbeiten, wenn ihr mich fragt!) und ich habe mir den Bohrhammer geschnappt und angefangen, die Küchefliesen zu entfernen.

Wir hoffen, dass wir es diesmal schaffen, mehr und regelmäßiger zu bloggen und dass wir demnächst vielleicht noch ein paar Beiträge zum Renovieren der Kellerwohnung hinterher schieben können. Da gab es schon ein paar Dinge, die wir gerne berichten würden - zum Beispiel die Geschichte der panischen Estrich-Reparatur oder die Geschichte, wie der Abstellraum zum Bad wurde.

Mittwoch, 14. November 2012

Mission: Rohrkästen bauen

Im Keller gibt es einfach zu viele Rohre und Leitungen. Da könnte man bestimmt was lustiges im steampunk oder industrial style machen, aber da wir ja eine Mietwohnung im Keller schaffen wollen, fällt diese Option leider aus ;-) Die zweitbeste Lösung ist, den ganzen Kram unter Rigips zu verstecken. Dazu müssen wir für jede Rohrstrecke erstmal ein Holzgerüst bauen, das dann montiert und mit Rigipsplatten beplankt wird.

Für den allerersten Kasten, den wir schon vor Monaten gebaut haben, haben wir es uns verhältnismäßig schwer gemacht. Ich will mich da jetzt nicht in Beschreibungen ergehen, schließlich war es ja nicht die beste Lösung. Es soll nur gesagt werden, dass wir jetzt sind schlauer und besser und so sind :-D

Unsere aktuelle Version sieht im Anfangsstadium aus wie ein großer Kamm:


Das ist die Unterseite des Gestells. Um einen Kasten draus zu machen, muss ein weiterer Kamm im rechten Winkel damit verbunden werden. Aber so weit sind wir noch nicht, erstmal muss ja geprüft werden, ob wir auch richtig gemessen haben.

Für den zweiten Kamm wurden die Markierungen kreativer und unsere Arbeit dadurch irgendwie brutal


Wir fühlten uns ein bisschen an Coraline erinnert - übrigens lesenswert ;-)



Leider haben wir noch keine Fotos von den fertigen Gestellen, aber vielleicht machen wir beim Montieren welche.

Auch ansonsten waren wir sehr fleißig: wir haben mit der Hilfe verschiedener Elternteile und einer Freundin Wände vorgrundiert und mit Rollputz versehen und außerdem Laminat im kleinen Zimmer verlegt (die Fotos sind leider irgendwie verloren gegangen - wir suchen noch). Bis auf die Fußleisten ist das kleine Zimmer jetzt komplett fertig! Wir haben alle Fenster bis auf das Küchenfenster ausgetauscht, Kabelschächte gelegt und wieder verputzt, die Flurwände großteils abgeschliffen und Pläne fürs Bad gemacht. Jetzt kommt der schwierige Teil... Aber das ist eine andere Geschichte, die wir hoffentlich ein andermal erzählen. Möglichst nach vollem Erfolg ;-)



Dienstag, 25. September 2012

Was bisher geschah...

Lang, lang ist's her, dass Staufix bei uns eingezogen ist und der Keller trocken gepustet werden musste. Seitdem ist so viel passiert, dass wir nicht zum Bloggen gekommen sind.

Der Keller wurde inzwischen vollständig getrocknet. Das hat wie angekündigt einige Wochen gedauert und wir mussten danach die fiesen Stolperfallen in Form von hochstehenden Linoleumklappen selbst beseitigen. Man glaubt gar nicht, wie fest das Zeug ist, wenn man seitlich dagegen läuft... 


Nachdem wir im EG die Wand und die Küchenfliesen rausgerissen und die Konsequenzen in Form von regelrechten Gräben, auszugleichendem Boden, zu verputzenden Wänden und vor allem Elektrikproblemen beseitigt hatten, haben wir wochenlang Wände abgeschliffen, nachgespachtelt, wieder abgeschliffen und irgendwann endlich gestrichen. Dazu hatten wir wahnsinnig viel Hilfe - tausend Dank nochmal an alle! Nach dem Streichen (das sich als schwierig erwies, aber ich hoffe, dazu kann ich nochmal irgendwann gesondert was schreiben) haben wir Laminat verlegt und Thorsten und mein Pappa haben angefangen, unsere Küche zu bauen.

Dann ging irgendwie alles schnell - Kisten packen, Möbelpacker für die schweren Dinge anheuern und umziehen. Am Umzugstag haben Etienne und Thorstens Papa noch heldenhaft einen Boden da eingezogen, wo vorher mal eine Wendeltreppe vom EG in den Keller war. Der dient im Moment als Stellplatz für ungeöffnete Kartons, soll aber mal eine Leseecke werden. Dank Chris haben wir ein vollständig eingeräumtes Bücherregal und auch mein Spinnzimmer hat sie soweit bestückt, dass ich nur noch Regale einräumen und ein bisschen umschichten musste. Mein Pappa ist vor zwei Wochen nochmal angereist und hat sich mit unserer Küche selbst übertroffen - sie ist heute fertig geworden :-)


In der Zwischenzeit haben wir im Keller ein bisschen weitergemacht. Dank Etiennes Mama hat das größere Zimmer in der Kellerwohnung nun Tapete und auch das kleinere hat schon ein paar Bahnen bekommen. Außerdem haben wir eine weitere Tür mit Rigips zugemacht (ja, wir mögen das! :-D) und eine zugemauert. Das war neu für uns, hat aber letztendlich recht gut geklappt.

Chris und ich waren neulich bei einem Fliesenverlegkurs im Bauhaus, um uns für das Bad zu wappnen. Leider ist die Wand so uneben, dass wir Anfängerinnen da nicht so ohne Weiteres drauf los fliesen können. Vermutlich müssen wir sie verputzen lassen oder schnell lernen, wie man das über eine große Fläche gerade hinkriegt.

Vor ein paar Tagen haben wir unser erstes Fenster ausgewechselt. Da wir weder vom Ausmessen noch vom Auswechseln Ahnung hatten, haben wir erstmal nur ein Fenster zum Testen bestellt. Das Badfenster musste dran glauben und wir mussten flexen, hämmern, treten und bohrhammern um es überhaupt rauszukriegen. Der Einbau des neuen Fensters war aufgrund der Wandbeschaffenheit auch nicht ganz einfach, aber wir haben es geschafft - am Samstag Abend kurz nach 20:00, als ich mir schon strenge Blicke von den Nachbarn einbildete. Leider war ich nicht mehr dabei, als der Bauschaum angewendet wurde, aber wir haben ja noch mehr Fenster auszuwechseln, da ist genug für alle da :-)